Kalender 2026

Titelbild

Eine Matte am Rande eines Priels. Im Vordergrund eine Pflanze der unteren Salzwiesen, ein Queller. Die Matte besteht fast ausschließlich aus langen, fadenförmigen Cyanobakterien.

Januar

Kieselalge aus dem Schlickwatt am Jadebusen. Pleurosigma oder Gyrosigma spec.
Die Zellen können auf Oberflächen gleiten.

Februar

Entomoneis alata. Kieselalge aus einer Matte im Inselosten von Norderney. Aufnahme gestackt.

März

Melosira. Kieselalge, bildet lange Ketten und stabilisiert dadurch Kieselalgenmatten.

April

Thuricola spec. Vasentierchen. Ein sesshaftes Wimperntierchen, das sich Nahrung herbeistrudelt. Bei einer Störung zieht es sich blitzartig in seine Kammer zurück und verschließt sie mit einer kleinen Klappe.

Mai

Konglomerat verschiedener Kieselalgen. Kieselalgenmatte am Mittelweg, Norderney.

Juni

Ein Wimpertierchen.

Juli

Lyngbia, ein Cyanobakterium. Die Zellen bilden eine Röhre, in der sie entlang gleiten können. Gefunden in einer Kieselalgenmatte.

August

Ein Glockentierchen (Vorticella). Dieses Wimperntierchen sitzt mit seinem Stielchen wohl auf einer kleinen, schleimigen Kolonie anderer Planktonorganismen.
Wattenmeer zwischen Insel und Festland.

September

Noch eine Kieselalge, möglicherweise wieder Pleurosigma oder Gyrosigma (?). Die Zellen gleiten auf Oberflächen und kommen daher in ruhigen Pfützen oder Kieselalgenmatten vor.
Kieselalgen sind phototrophe Organismen. Sie binden CO2 und produzieren Sauerstoff. Sie enthalten grünes Chlorophyll. Dieser Farbton ist allerdings unter anderen Farbstoffen versteckt, so dass sie meist gelblich-bräunlich erscheinen.

Oktober

Ausnahmsweise wohl mal eine Grünalge (?) in einer Cyanobakterienmatte. Hier liegen jeweils 2 Zellen hintereinander. Links: Hellfeldaufnahme. Unten: Autofluoreszenz nach Beleuchtung mit blauem Licht. Chlorophyll erscheint dann rot.

November

Das ist ein bisschen verunglückt. Abgebildet ist ein Sandkörnchen aus der Brandungszone des Nordseestrands. Darauf sitzen viele kleine Kieselalgen. Dadurch werden diese nicht weggespült. Gleichzeitig sinkt die Dichte des Sandkorns. Es bleibt also oben liegen. Clever!

Dezember

Eine Foraminifere (Kammerling). Gefunden im Sandwatt bei Norderney, aber auch als Plankton im freien Wasser. Wahrscheinlich ist es nur noch ein Skelett.

Bildquellen

  • Schlopp_Bakterienmatten: Rolf
  • Pleurosigma_Gyrosigma_Schlickwatt_Jadebusen: Rolf
  • Entomoneis_alata: Rolf
  • Melosira_Kieselalge_Norderney: Rolf
  • Kieselalgenmatte_Norderney_Rolf Schauder_10: Rolf
  • Vasentierchen_2: Rolf
  • Algenmatte_Mittelweg_Norderney: Rolf
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  • Vasentierchen: Rolf
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  • Foraminifere: Rolf