Lebensformen Begriffsbestimmungen

Man kann Lebewesen nach den unterschiedlichsten Kriterien einteilen: groß, klein, beweglich, Tier, Pflanze, Räuber, Beute….

Wenn man seine Lebensform betrachtet, so ist es oft sinnvoll, sie etwas anders einzuteilen. Für die Stoffkreisläufe in der Natur ist es nicht wichtig, ob ein Lebewesen, das mit CO2 wächst, eine Pflanze oder etwa ein Bakterium ist.

Wichtiger sind 2 Aspekte:

Womit wächst der Organismus?

Nutzt er CO2, dann ist er autotroph.
Nutzt er bereits vorhandene Biomasse, so ist er heterotroph.

Woher bezieht er die Energie für das Wachstum?

Nutzt er Sonnenlicht, so nennt man ihn phototroph.
Verwendet er eine (bio-)chemische Reaktion, bezeichnet man ihn als chemotroph.

Die Natur kombiniert diese beiden Aspekte völlig frei.

Pflanzen, z.B., sind phototroph und autotroph. Das trifft auch z.B. für Cyanobakterien zu, die nicht zu den Pflanzen gehören.

Tiere leben heterotroph und chemotroph. Die meisten Pilze, Bakterien oder Wimpertierchen tun das auch.

Es gibt im Wattenmeer aber auch kleine Einzeller, die ihren Ernährungstyp wechseln können: Sie sind mal, wie Pflanzen, photo- und autotroph, mal, wie Tiere, chemo- und heterotroph.

Andere leben chemotroph und autotroph. Dazu gehören u.a. die Bakterien, die Sulfid mit Sauerstoff oxidieren („verbrennen“) (chemotroph), dann aber mit CO2 als Kohlenstoffquelle wachsen (autotroph).